Vitamine

Vitamine unterstützen als Co-Enzyme die Stoffwechselabläufe im Körper. Die meisten Vitamine können vom Körper der Tiere nicht selbst hergestellt werden und müssen somit über die Nahrung aufgenommen werden.

Vitamine sind wichtig für die Verdauung, Entgiftung, Ausscheidung, das Immunsystem, für Wachstum und Energiegewinnung und für das Nervensystem.
Sie werden in fettlösliche und wasserlösliche Vitamine eingeteilt.

Industriell hergestelltem Futter müssen -künstliche- Vitamine zugesetzt werden, da durch den Herstellungsprozess nahezu keine natürlichen Vitamine mehr erhalten bleiben. So werden sie als Konservierungsstoffe benötigt (Vit. E/E306), jedoch als Vitamin deklariert. Synthetische  Vitamine sind problematisch. Sie werden auf Basis genmanipulierter Bakterien hergestellt. Sie reagieren völlig anders auf den Stoffwechsel weil ihnen die natürlichen Begleitstoffe fehlen, können das Immunsystem dadurch überfordern und zu (v.a. Leber- und Nieren-) Stoffwechselentgleisungen und Entartungen bis hin zu Krebs führen.

Im Rahmen einer vollwertigen Ernährung müssen Vitamine nur in geringem Maße ergänzt werden. Es gibt zahlreiche wunderbare natürliche Vitaminquellen.

Fettlösliche Vitamine

Vitamin A:
Vitamin A sorgt für eine gute Haut und die Nachtsicht der Hunde. Mangelsymptome sind trockene, schuppige Haut, Wachstumsstörungen, Infektionsanfälligkeit und die Gefahr an Grauem Star zu erkranken.

Andererseits können überhöhte Vitamin A Gaben Gesundheitsstörungen verursachen. Darunter Neigung zu Knochenbrüchen, Abbau von Knochensubstanz, Übererregbarkeit und geringe Gewichtszunahme.

Vitamin D:
D-Vitamine unterscheiden sich in D1, D², beide pflanzlicher Herkunft und D³, die tierische Variante. Letztere ist die bereits aktivierte und wirksame Form, sie benötigt keine Aktivierung mehr durch UV-Strahlung .

Vitamin D³ ist die bereits aktive Vitamin-D-Form. Sie benötigt keine Sonnenbestrahlung mehr, um wirken zu können. Vitamin D² ist nur ein Viertel bis ein Sechzehntel mal so aktiv wie Vitamin D³. Bei den aktiven Formen des Vitamin D (Vitamin D³ und D2) handelt es sich in Wirklichkeit jedoch gar nicht um Vitamine, sondern um wirkungsstarke Hormone. Doch auch Tiere erzeugen Vitamin D³, wenn ihre Haut oder ihr Fell der UV-Strahlung aus­gesetzt wird. Dabei wirkt das UV-Licht als Katalysator für die Umwandung einer bestimmten Cholesterol-Form (7-Dehydrocholesterol) in Vitamin D³. Beim Menschen findet dieser Prozess in oder auf der Haut statt; beim Tier entsteht das Vitamin D³ auf dem Fell und gelangt bei der Fellpflege in den Körper.

Studien belegen die beeindruckende Wirksamkeit von Hochdosis-Therapien bei bestimmten Krebserkrankungen. Auch unterstützend  zu einzelnen Chemotherapien kann es sehr wirkungsvoll sein.

Vitamin E:
Vitamin E schützt vor Oxidation des fettlöslichen Gewebes im Körper. Es beugt Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor und unterstützt die Energieproduktion. Vitamin-E-Mangelzustände sind in der Praxis selten anzutreffen und zeigen sich mitunter in zentralnervösen Störungen und Schädigungen des Auges am Glaskörper.
Eine Überdosierung erzeugt Schwindelzustände, Übelkeit und Muskelschwäche.
Als „Vit. E“ deklariert finden sich oft Konservierungsstoffe in Nahrungs- und Futtermitteln (E306).

Vitamin K:

Vitamin K wird für die Bildung der Blutplättchen und für die Bildung von Blutgerinnungsfaktoren benötigt. Daher ist es auch das Mittel der Wahl bei Vergiftungen mit Rodentizid (Rattengift), welches durch Hemmung der Blutgerinnung zum Tode führt. Es wird zwischen K1, K2 und K3 (Menachion) unterschieden; Die Vitamine K1 und K2 sind auch in hohen Dosen nicht toxisch.

Hunde können Vitamin K zwar im Darm bilden und sind nicht auf einen ausschließliche Aufnahme über die Nahrung angewiesen, allerdings können Mangelzustände bei einer Veränderung der physiologischen Darmflora auftreten, also z.B. nach Behandlung mit Antibiotika und Sulfonamiden.

 


 

Wasserlösliche Vitamine

Vitamin B1 (Thiamin)

Thiamin spielt eine wichtige Rolle im Ablauf des Stoffwechsels.

Ein Mangel kann zu Kotfressen, nervösen Erscheinungen, Krämpfen, Kreislaufstörungen und Fressunlust führen.

 

Vitamin B2 (Riboflavin)

Enthalten in Milch, Hefe, Leber, Lunge und im Vormagen ist Vitamin B2 an der Wasserstoffübertragung beteiligt.

 

Vitamin B6

Vitamin B6 ist für die Verstoffwechselung von Aminosäuren und Eiweißen von großer Bedeutung.

Bei einem Mangel kann es zur Bildung von Oxalatsteinen im Urin kommen, sowie zu Wachstumsstörungen, Appetitlosigkeit oder Anämie.

 

Vitamin B12 (Kabalamin)

Dieses Vitamin ist für die Zellteilung unerläßlich. Es kommt in nahezu allen Körperzellen vor.

Ein Mangel macht sich in den Knochenmarkzellen und der Bildung der roten Blutkörperchen bemerkbar.

 

Vitamin C:
Dieses Vitamin kann normalerweise in ausreichender Menge vom Hund selber in Leber oder Niere hergestellt werden. Es unterstützt das Immunsystem bei Infektionen, Lebererkrankungen oder nach Operationen.